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Integration Services - Überblick

Integration Services im Überblick

Sie verwenden Integration Services, um komplexe Unternehmensprobleme durch Kopieren oder Herunterladen von Dateien, Senden von E-Mail-Nachrichten als Antwort auf Ereignisse, Aktualisieren von Data Warehouses, Bereinigen von Daten und Data Mining sowie Verwalten von SQL Server-Objekten und -Daten zu lösen. Die Pakete können allein oder gemeinsam mit anderen Paketen für komplexe Unternehmensanforderungen verwendet werden. Integration Services kann Daten aus einer Vielzahl von Quellen, z. B. XML-Datendateien, Flatfiles und relationalen Datenquellen, extrahieren und transformieren und die Daten dann in ein oder mehrere Ziele laden.

Überblick über Tools und Dienstprogramme

SQL Server Integration Services und Studio-Umgebungen  Beschreibt, wie Sie Business Intelligence Development Studio und SQL Server Management Studio mit Integration Services verwenden.

Integration Services in Business Intelligence Development Studio  Beschreibt alle Features, die in Business Intelligence Development Studio für Entwickler von Integration Services-Paketen verfügbar sind.

SSIS-Designer  Beschreibt das grafische Tool zum Erstellen komplexer Pakete, die Ablaufsteuerungen, Datenflüsse und ereignisgesteuerte Logik enthalten.

SQL Server Integration Services-Assistenten  Beschreibt die Assistenten zum Importieren und Exportieren von Daten, zum Installieren von Paketen, zum Migrieren von Paketen und zum Erstellen von Paketkonfigurationen.

Eingabeaufforderungs-Dienstprogramme  Beschreibt die Eingabeaufforderungs-Dienstprogramme von Integration Services zum Verwalten und Ausführen von Paketen.

Übersicht über den Abfrage-Generator  Beschreibt das grafische Tool zum Erstellen von Abfragen.

Ausdrucks-Generator  Beschreibt das grafische Tool zum Erstellen von Ausdrücken.

Übersicht über den Abfrage-Generator

Der Abfrage-Generator stellt eine grafische Benutzeroberfläche (GUI, Graphical User Interface) zum Erstellen von SQL-Abfragen bereit. Der Abfrage-Generator kann im Task SQL ausführen, in OLE DB-Quellen und -Zielen sowie in der Transformation zum Suchen gestartet werden.

Mit dem Abfrage-Generator können die folgenden Aufgaben ausgeführt werden:

  • Arbeiten mit einer grafischen Darstellung einer Abfrage oder mit SQL-Befehlen Der Abfrage-Generator enthält einen Bereich, in dem eine Abfrage grafisch dargestellt wird, und einen Bereich, in dem der SQL-Text der Abfrage angezeigt wird. Sie können entweder im grafischen oder im Textfensterbereich arbeiten. Der Abfrage-Generator synchronisiert die Ansichten, damit sie immer aktuell sind.
  • Verbinden verknüpfter Tabellen Wenn Sie der Abfrage mehrere Tabellen hinzufügen, bestimmt der Abfrage-Generator automatisch, wie die Tabellen miteinander in Beziehung stehen, und erstellt den geeigneten Verknüpfungsbefehl.
  • Abfragen oder Aktualisieren von Datenbanken Sie können den Abfrage-Generator verwenden, um mithilfe von SELECT-Anweisungen von Transact-SQL Daten zurückzugeben und um Abfragen zu erstellen, die Datensätze einer Datenbank aktualisieren, einer Datenbank hinzufügen oder aus einer Datenbank löschen.
  • Sofortiges Anzeigen und Bearbeiten der Ergebnisse Sie können die Abfrage ausführen und ein Recordset in einem Raster verwenden, das Ihnen das Scrollen und Bearbeiten der Datensätze in der Datenbank ermöglicht.

Übersicht über den Ausdrucks-Generator

Das Dialogfeld Ausdrucks-Generator stellt eine grafische Benutzeroberfläche zum Erstellen der Ausdrücke bereit, die von Eigenschaftsausdrücken verwendet werden. Sie können auf das Dialogfeld Ausdrucks-Generator in den benutzerdefinierten Taskdialogfeldern des SSIS-Designers und im Fenster Eigenschaften in Business Intelligence Development Studio zugreifen.

Mit dem Dialogfeld Ausdrucks-Generator können Sie folgende Aufgaben ausführen:

  • Erstellen der Ausdrücke
  • Auswerten der Ausdrücke

SQL Server Integration Services-Assistenten

Microsoft Integration Services enthält eine Reihe von Assistenten, mit denen Sie schrittweise Daten zwischen Datenquellen kopieren, einfache Pakete und Paketkonfigurationen erstellen und Integration Services-Projekte bereitstellen können.

Integration Services enthält derzeit folgende Assistenten:

  • SQL Server-Import/Export-Assistent
  • Integration Services-Verbindungsprojekt-Assistent
  • Paketinstallations-Assistent
  • Paketkonfigurations-Assistent

SQL Server-Import/Export-Assistent

Der SQL Server-Import/Export-Assistent stellt die einfachste Methode zum Kopieren von Daten zwischen Datenquellen und zum Erstellen von Basispaketen bereit.

Mit dem SQL Server-Import/Export-Assistenten können Daten in und aus einer Datenquelle kopiert werden, für die .NET Framework oder ein systemeigener OLE DB-Datenanbieter verfügbar ist. Für die folgenden Datenquellen ist beispielsweise ein entsprechender Datenanbieter vorhanden:

  • SQL Server
  • Flatfiles
  • Microsoft Access
  • Microsoft Excel

Nachdem Sie die Quelle und das Ziel angegeben haben, wählen Sie die zu importierenden oder exportierenden Daten aus.

Anschließend legen Sie abhängig von den Quell- und Zieltypen die zusätzlichen Assistentenoptionen fest. Wenn Sie z. B. Daten zwischen SQL Server-Datenbanken kopieren, geben Sie die Tabellen oder Sichten an, aus denen Daten kopiert werden, oder Sie geben eine SQL-Anweisung an, mit der die Daten ausgewählt werden.

Zum Durchführen des Imports oder Exports führen Sie schließlich das Integration Services-Paket aus, das der Assistent erstellt hat. Wahlweise können Sie das Paket speichern und es anschließend durch Hinzufügen von Tasks, Transformationen und ereignisgesteuerter Logik mithilfe des SSIS-Designers erweitern.

Hinweis:  In SQL Server Express ist die Option zum Speichern des vom Assistenten erstellten Pakets nicht verfügbar.

Sie können den SQL Server-Import/Export-Assistenten über das Menü Start in SQL Server Management Studio oder Business Intelligence Development Studio aufrufen.

Projektassistent für Server Integration Services-Verbindungen

Der Integration Services-Verbindungsprojekt-Assistent wird zum Erstellen eines Pakets verwendet, das die zum Verbinden von Datenquellen und Zielen erforderlichen Verbindungsinformationen enthält. Der Assistent führt Sie schrittweise durch die Auswahl von Datenanbietern, die Konfiguration der Verbindungs-Manager und die Zuordnung von Verbindungs-Managern zu Quellen und Zielen.

Paketinstallations-Assistent

Der Paketinstallations-Assistent führt Sie durch die Schritte zum Bereitstellen von Paketen und zum Aktualisieren von Paketkonfigurationen.

Vor dem Bereitstellen von Paketen können Sie Konfigurationen erstellen und dann zusammen mit den Paketen bereitstellen. Integration Services verwendet Konfigurationen, um Eigenschaften von Paketen und Paketobjekten zur Laufzeit dynamisch zu aktualisieren. Beispielsweise kann die Verbindungszeichenfolge einer OLE DB-Verbindung zur Laufzeit dynamisch festgelegt werden, indem Sie eine Konfiguration erstellen, die der Eigenschaft, die die Verbindungszeichenfolge enthält, einen Wert zuordnet.

Der Paketinstallations-Assistent kann erst ausgeführt werden, nachdem Sie ein Integration Services-Projekt und ein Bereitstellungsprogramm erstellt haben.

Paketkonfigurations-Assistent

Der Paketkonfigurations-Assistent führt Sie durch die Schritte zum Erstellen der Konfigurationen, mit denen die Eigenschaftswerte von Paketen und Paketobjekten zur Laufzeit aktualisiert werden. Dieser Assistent wird ausgeführt, wenn Sie im Dialogfeld Paketkonfigurationsplaner eine neue Konfiguration hinzufügen oder eine vorhandene Konfiguration ändern. (Zum Öffnen des Dialogfelds Paketkonfigurationsplaner in Business Intelligence Development Studio wählen Sie im Menü SSIS die Option Paketkonfigurationen aus.)

Integration Services in Business Intelligence Development Studio

Bei Business Intelligence Development Studio handelt es sich um die Umgebung, in der Sie Pakete für das Extrahieren, Transformieren und Laden von Daten (ETL) in Integration Services entwickeln. Business Intelligence Development Studio ist die Visual Studio 2008-Umgebung, die speziell im Hinblick auf Business Intelligence-Lösungen optimiert wurde. Nachdem Sie ein neues Integration Services-Projekt mithilfe des Dialogfelds Neues Projekt erstellt haben, wird Business Intelligence Development Studio geöffnet. Sie können jetzt damit beginnen, Ihre Pakete im SSIS-Designer zu entwerfen. Die angezeigten Fenster enthalten die bekannte Toolbox auf der linken Seite, die Entwurfsoberfläche in der Mitte und den neuen Projektmappen-Explorer auf der rechten Seite.

Hinweis:  BI Development Studio, die 32-Bit-Entwicklungsumgebung für Integration Services-Pakete, wurde nicht zum Ausführen auf der Itanium-64-Bit-Architektur entwickelt und wird nicht auf Itanium-Servern installiert.

Die Paketentwicklungsmöglichkeiten für Integration Services-Pakete sind in Business Intelligence Development Studio viel umfangreicher als in dem in Enterprise Manager verfügbaren Einzelfenster-Designer, den Sie u. U. in SQL Server 2000 Data Transformation Services (DTS) als Paketentwickler verwendet haben. Der DTS-Designer zeigte Menüs, eine Toolbox mit Verbindungen und Aufgaben und eine Entwurfsoberfläche zum Entwickeln einzelner Pakete an. Während Sie diese Elemente auch weiterhin in SSIS-Designer finden, enthält die Entwurfsoberfläche jetzt mehrere Fenster im Registerformat. Zu den anderen neuen Features gehören Projektmappen-Explorer und die Fenster Variablen und Protokollereignisse. In Kombination bieten die neue Entwicklungsumgebung und die neuen Features Entwicklern von Integration Services eine umfassende und leistungsfähige Umgebung zum Erstellen von Business Intelligence-Lösungen.

Wichtig:  In den Kontextmenüs, die Sie durch Klicken mit der rechten Maustaste auf Bezeichnungen und Objekte in der Benutzeroberfläche öffnen, sind viele neue und nützliche Aktionen verfügbar. Wenn Sie Business Intelligence Development Studio und die in diesem Thema behandelten Features von Integration Services ausprobieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die verschiedenen Elemente, um mehr über diese Optionen zu erfahren.

Projektmappen-Explorer

Von den drei auffälligsten Fenstern, die beim Öffnen eines neuen Integration Services-Projekts angezeigt werden, ist nur Projektmappen-Explorer vollständig neu und hatte kein Gegenstück in DTS-Designer. Standardmäßig enthält ein neues Integration Services-Projekt eine einzelne Paketdatei mit der Bezeichnung package.dtsx. Sie können jedoch auch Elemente anderer Typen hinzufügen, die in den folgenden Solution Explorer-Ordnern gruppiert sind.

Mithilfe der für diese Ordner verfügbaren Kontextmenüs können Sie dem Ordner ein neues Element hinzufügen, wohingegen Sie mithilfe der Kontextmenüs für einzelne Elemente im Ordner das Element öffnen, kopieren, löschen oder umbenennen oder es vom Projekt ausschließen können. Über die für die meisten Ordnerelemente verfügbare Kontextmenüoption Code anzeigen können Sie die XML-Definition des ausgewählten Elements anzeigen.

  • Ordner Datenquellen. Eine Datenquelle stellt eine Verbindung dar, die von mehreren Paketen in einem Projekt gemeinsam genutzt werden kann. Sie können in einem Paket aus einer vorhandenen Datenquelle einen Verbindungs-Manager erstellen.
  • Ordner Datenquellensichten. Eine Datenquellensicht stellt eine Teilmenge der Daten in einer Datenquelle dar und kann außerdem benannte Abfragen enthalten. Datenquellensichten können von mehreren Paketen in einem Projekt gemeinsam genutzt werden. Sie können aus einer Datenquellensicht Tabellen, Sichten oder benannte Abfragen als Quelle der Daten für eine Datenflussquelle bestimmen.
  • Ordner SSIS-Pakete. Bei einem Paket handelt es sich um eine organisierte Auflistung von Verbindungen, Ablaufsteuerungselementen, Datenflusselementen und anderen Objekten. Das Paket ist jene Arbeitseinheit in Integration Services, die die Funktionalität Extrahieren, Transformieren und Laden (ETL) bereitstellt und unterstützt. Ein einzelnes Projekt kann mehrere Pakete enthalten.
  • Ordner Sonstiges.  Wenn Sie einem Integration Services-Projekt andere Dateitypen, wie Dokumente oder Bilder, hinzufügen, werden diese Dateien im Ordner Sonstiges gruppiert.

Wenn Sie ein neues Projekt erstellen, erstellt Business Intelligence Development Studio darüber hinaus standardmäßig eine neue Projektmappe als Container für das Projekt. Sie können derselben Projektmappe weitere Projekte hinzufügen, wie ein Analysis Services-Projekt oder ein Reporting Services-Projekt oder ein C#- oder Visual Basic .NET Bibliotheksklassen-Projekt, in dem Sie benutzerdefinierte Komponenten entwickeln, die Sie in Ihren Paketen verwenden können. Im Gegensatz zu Analysis Services und Reporting Services stellt Integration Services nur einen einzelnen Projekttyp in Business Intelligence Development Studio bereit, das Integration Services-Projekt.

SSIS-Designer

Beim SSIS-Designer handelt es sich um ein grafisches Tool zum Erstellen von Paketen mit separaten Entwurfsoberflächen im Registerformat zum Erstellen von Ablaufsteuerungen, Datenflüssen und Ereignishandlern in Paketen.

  • Registerkarte Ablaufsteuerung.  Auf der Registerkarte Ablaufsteuerung können Sie Tasks organisieren und konfigurieren, inkl. des Datenflusstasks, der Funktionalität in Paketen, die Container, die die Struktur in Paketen und die Dienste für Tasks und die Rangfolgeneinschränkungen, die Container und Tasks in einer Ablaufsteuerung verbinden, bereitstellt. Über das in der Entwurfsoberfläche Ablaufsteuerung verfügbare Kontextmenü können Sie Textanmerkungen hinzufügen, Haltepunkte für das Debuggen festlegen und das Layout des Pakets verkleinern oder vergrößern. Über das für einzelne Tasks verfügbare Kontextmenü können Sie das eigentliche Task alleine oder das gesamte Paket ausführen.
  • Registerkarte Datenfluss.  Auf der Registerkarte Datenfluss kombinieren Sie Transformationen, die Daten ändern und zusammenfassen, Ziele, die Daten laden und Pfade, die die Eingaben und Ausgaben von Datenflusskomponenten verbinden zu Datenflussquellen. Über das auf der Entwurfsoberfläche Datenfluss verfügbare Kontextmenü können Sie außerdem Textanmerkungen hinzufügen. Über das für die Pfade, die Datenflusskomponenten verbinden, verfügbare Kontextmenü können Sie Daten-Viewer konfigurieren, um die Daten zu beobachten, die durch den Datenfluss übergeben werden.
  • Registerkarte Ereignishandler.  Auf der Registerkarte Ereignishandler können Sie die Workflows konfigurieren, die auf Paketereignisse reagieren. Beispielsweise können Sie einen Ereignishandler erstellen, der eine E-Mail-Nachricht sendet, wenn bei einem Task ein Fehler auftritt.
  • Registerkarte Paket-Explorer. Die Registerkarte Paket-Explorer stellt eine praktische Explorer-Ansicht des Pakets bereit. Dabei wird das Paket als Container ganz oben in der Hierarchie angezeigt. Unter dem Paket befinden sich die Verbindungen, ausführbaren Dateien, Ereignishandler, Protokollanbieter, Rangfolgeneinschränkungen und Variablen, die im Paket konfiguriert wurden.
  • Registerkarte Status.  Auf der Registerkarte Status werden Informationen zur Ausführung von Paketen angezeigt, wenn Sie ein Paket in Business Intelligence Development Studio ausführen.
  • Verbindungs-Manager-Bereich.  In Integration Services werden Verbindungs-Manager verwendet, um die Verbindungen zu einer Datenquelle zu kapseln. Diese Verbindungs-Manager werden innerhalb des Pakets von den Ablaufsteuerungs- und Datenflusskomponenten sowie den Protokollanbietern gemeinsam genutzt und in einem speziellen Bereich des Designers auf den Registerkarten Ablaufsteuerung, Datenfluss und Ereignishandler am unteren Rand angezeigt.

Darüber hinaus stellt der Designer Zugriff auf die Dialogfelder, Fenster und Assistenten bereit, mit denen Sie Paketen Funktionalität und erweiterte Features hinzufügen sowie Probleme in Paketen behandeln.

Menü SSIS

Ist ein Integration Services-Projekt in Business Intelligence Development Studio aktiv, wird der Hauptmenüleiste das Menü SSIS hinzugefügt. Während sich der Fokus auf SSIS-Designer richtet, enthält dieses Menü die hier aufgeführten besonderen Integration Services-Optionen. Wird der Fokus auf einen anderen Teil der Benutzeroberfläche von Business Intelligence Development Studio bewegt, wird im Menü SSIS nur die Option Offline arbeiten angezeigt.

  • Protokollierung.  Mithilfe der Protokollierung können Sie einen Datensatz aller Ereignisse anlegen, die zur Laufzeit von einem Paket ausgelöst wurden. Während der Entwurfszeit können Sie die protokollierten Ereignisse im Fenster Protokollereignisse anzeigen.
  • Paketkonfigurationen.  Mithilfe von Paketkonfigurationen können Sie während der Paketentwicklung die Eigenschaften von Paketobjekten festlegen und anschließend nach Bedarf die Eigenschaften zur Laufzeit aktualisieren. Sie können z. B. die Werte von Variablen oder die Verbindungszeichenfolgen von Verbindungs-Managern aktualisieren.
  • Digitale Signatur.  Mithilfe der digitalen Signatur können Sie ein Zertifikat verwenden, um die Echtheit des Pakets sicherzustellen.
  • Variablen.  Durch Variablen können Objekte in einem Paket miteinander kommunizieren sowie in Ausdrücken und Skripts verwendet werden. Wenn Sie im Menü SSIS die Option Variablen auswählen, wird das Fenster Variablen angezeigt.
  • Offline arbeiten.  Wenn die Datenquellen für ein Paket nicht verfügbar sind, können Sie Fehlermeldungen zu nicht verfügbaren Verbindungen durch Auswählen von Work Offline vermeiden.
  • Protokollereignisse.  Wenn Sie im Menü SSIS die Option Protokollereignisse auswählen, wird das Fenster Protokollereignisse angezeigt.
  • Neue Verbindung.  Wenn Sie im Menü SSIS die Option Neue Verbindung auswählen, wird das Fenster SSIS-Verbindungs-Manager hinzufügen angezeigt.

Optionen für den SSIS-Designer im Menü Extras

Im Dialogfeld Optionen, das Sie über das Menü Extras öffnen, befinden sich unter dem Knoten Business Intelligence-Designer drei Seiten mit Voreinstellungen für Eigenschaften, die es nur für Integration Services-Designer gibt.

  • Seite Allgemein.  Auf der Seite Allgemein geben Sie die Optionen zum Überprüfen oder Anfordern von digitalen Signaturen oder zum Anzeigen von Bezeichnungen für Rangfolgeneinschränkungen an.
  • Seiten Automatische Ablaufsteuerungsverbindung und Automatische Datenflussverbindung.  Über die beiden Seiten für automatische Verbindungen können Sie das Standardverhalten für das Herstellen von Verbindungen mit Objekten, die auf der Entwurfsoberfläche abgelegt werden, angeben.
  • Seite Löschen bestätigen.  Auf dieser Seite können Sie angeben, ob eine Bestätigungsnachricht angezeigt werden soll, wenn Komponenten gelöscht werden.

Eigenschaften für Integration Services-Projekte

Das Dialogfeld Projekteigenschaften, das vom Kontextmenü im Projektknoten im Projektmappen-Explorer verfügbar ist, enthält drei Seiten mit standardmäßigen Werten für Entwurfszeiteigenschaften für ein Integration Services-Projekt.

  • Seite Erstellen  Auf der Seite Erstellen können Sie den Ausgabepfad für Dateien erstellen, die während des Erstellungsprozesses generiert werden.
  • Seite Bereitstellungsprogramm. Auf der Seite Bereitstellungsprogramm können Sie angeben, ob ein Bereitstellungsprogramm für das Paket erstellt werden soll, wo das Bereitstellungsprogramm gespeichert werden soll und ob während der Bereitstellung Aktualisierungen der Konfigurationen zulässig sind.
  • Seite Debuggen. Auf der Seite Debuggen können Sie mehrere Optionen angeben, die angewendet werden, wenn Sie das Paket durch Ausführen in Business Intelligence Development Studio zur Entwurfszeit testen. Sie können z. B. folgende Optionen angeben:

  RunInOptimizedMode (Standard False.) Optimiert den Ausführungsplan des Datenflusses. Diese Option für das Debuggen überschreibt vorübergehend die Werte der Eigenschaft desselben Namens des   Datenflusstasks.

  InteractiveMode (Standard True.) Modale Dialogfelder sind während des Debuggens zulässig.

  Run64BitRuntime (Standard True). Falls verfügbar, werden zur Laufzeit 64 Bit verwendet. Die Eigenschaft dieses Werts wird auf 32-Bit-Computern ignoriert. Diese Projekteigenschaft gilt nur zur Entwurfszeit.

  StartAction, StartApplication und StartObjectID. Geben Sie an, was zu tun ist, wenn mit dem Debuggen begonnen wird. Standardmäßig ist StartAction = ExecutePackage, StartApplication leer und StartObjectID =   <Active Package>.

  CmdLineArguments.  Das Paket wird mit den angegebenen Befehlszeilenargumenten ausgeführt.

Andere Fenster und Features von Integration Services

Integration Services-Objekte und Tools werden außerdem in den folgenden Business Intelligence Development Studio-Fenstern angezeigt:

  • Toolbox.  In Integration Services wird die Toolbox mit einer Vielzahl von einsatzbereiten Ablaufsteuerungstasks und Datenflussquellen, Transformationen und Zielen bestückt. Über das Kontextmenü der Toolbox können Sie die dort aufgelisteten Elemente sortieren, Elemente hinzufügen oder entfernen oder die Liste zurücksetzen. Sie können optional die Toolbox mithilfe der vordefinierten Tastenkombination Ctrl+Alt+X anzeigen.
    • Ablaufsteuerungselemente.  Wenn Sie die Registerkarte Ablaufsteuerung oder Ereignishandler verwenden, werden in der Toolbox zwei Elementgruppen angezeigt: Ablaufsteuerungselemente und Wartungsplantasks.
    • Datenflusselemente.  Wenn Sie die Registerkarte Datenfluss verwenden, werden in der Toolbox drei Elementgruppen angezeigt: Datenflussquellen, Datenflusstransformationen und Datenflussziele.
  • Fenster Variablen.  Das Fenster Variablen wird nur bei Integration Services-Projekten angezeigt. Standardmäßig wird das Fenster Variablen in der Nähe von Toolbox angezeigt. Unter Umständen bleibt es aber so lange unsichtbar, bis Sie zum ersten Mal im Menü SSIS die Option Variablen auswählen, um das Fenster Variablen anzuzeigen. Durch Variablen können Objekte in einem Paket miteinander kommunizieren sowie in Ausdrücken und Skripts verwendet werden. Sie können optional das Fenster Variablen durch Zuordnen des Befehls View.Variables zu einer beliebigen Tastenkombination auf der Seite Tastatur des Dialogfelds Optionen anzeigen.
  • Fenster Protokollereignisse.  Das Fenster Protokollereignisse wird nur bei Integration Services-Projekten angezeigt. Standardmäßig wird das Fenster Protokollereignisse in der Nähe von Toolbox angezeigt. Unter Umständen bleibt es aber so lange unsichtbar, bis Sie zum ersten Mal im Menü SSIS die Option Protokollereignisse auswählen, um das Fenster Protokollereignisse anzuzeigen. Mithilfe der Protokollierung können Sie einen Datensatz der Ereignisse anlegen, die zur Laufzeit von einem Paket ausgelöst wurden. Im Fenster Protokollereignisse können Sie ohne großen Aufwand die protokollierten Ereignisse zur Entwurfszeit anzeigen. Sie können optional das Fenster Protokollereignisse durch Zuordnen des Befehls View.LogEvents zu einer beliebigen Tastenkombination auf der Seite Tastatur des Dialogfelds Optionen zuordnen.

SQL Server Integration Services und Studio-Umgebungen

Integration Services enthält zwei Studio-Umgebungen für das Arbeiten mit Integration Services: Business Intelligence Development Studio zum Entwickeln der für eine Unternehmenslösung erforderlichen Integration Services-Pakete, und SQL Server Management Studio zum Verwalten von Paketen in einer Produktionsumgebung.

Business Intelligence Development Studio stellt das Integration Services-Projekt bereit, in dem Sie Pakete, deren Datenquellen und Datenquellensichten erstellen.

In Business Intelligence Development Studio können Sie die folgenden Aufgaben ausführen:

  • Ausführen des SQL Server-Import/Export-Assistenten, um Basispakete zu erstellen, mit denen Daten von einer Quelle in ein Ziel kopiert werden.
  • Erstellen von Paketen, die eine komplexe Ablaufsteuerung, ereignisgesteuerte Logik und Protokollierung sowie einen komplexen Datenfluss enthalten.
  • Testen und Debuggen von Paketen mithilfe der Problembehandlungs- und Überwachungsfeatures im SSIS-Designer und der Debuggingfeatures in Business Intelligence Development Studio.
  • Erstellen von Konfigurationen, mit denen die Eigenschaften von Paketen und Paketobjekten zur Laufzeit aktualisiert werden.
  • Erstellen eines Bereitstellungsprogramms, das Pakete und deren Abhängigkeiten auf anderen Computern installieren kann.
  • Speichern von Paketen in der msdb-Datenbank von SQL Server, im SSIS-Paketspeicher und im Dateisystem.

SQL Server Management Studio stellt den Integration Services-Dienst bereit, mit dem Sie Pakete verwalten und ausgeführte Pakete überwachen.

In SQL Server Management Studio können Sie die folgenden Aufgaben ausführen:

  • Erstellen von Ordnern, um Pakete auf eine für Ihre Organisation sinnvolle Weise zu organisieren.
  • Ausführen von Paketen, die auf dem lokalen Computer gespeichert sind, mithilfe des Paketausführungsprogramms.
  • Ausführen des Paketausführungsprogramms zum Generieren einer Befehlszeile beim Ausführen des Befehlszeilenprogramms dtexec.
  • Importieren und Exportieren von Paketen in der msdb-Datenbank von SQL Server, im SSIS-Paketspeicher und im Dateisystem.

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