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Dienstarchitektur

Planung

  • Typische Verwendungen von SQL Server Integration Services
  • Internationale Überlegungen zu Integration Services
  • Überlegungen zu Integration Services auf 64-Bit-Computern

Architektur

  • Übersicht über die Architektur
  • Architektur eines Integration Services-Pakets
  • Objekte und Konzepte

Wie im folgenden Diagramm gezeigt, besteht Microsoft SQL Server Integration Services aus verschiedenen Komponenten.

Integration Services-Architektur

Von den im vorherigen Diagramm gezeigten Komponenten werden im Folgenden einige wichtige Komponenten erläutert, die zur erfolgreichen Verwendung von Integration Services erforderlich sind:

SSIS-Designer  Der SSIS-Designer ist ein grafisches Tool, mit dem Sie Integration Services-Pakete erstellen und verwalten können. Der SSIS-Designer ist in Business Intelligence Development Studio im Rahmen eines Integration Services-Projekts verfügbar.

Laufzeitmodul  Die Integration Services-Laufzeit speichert das Layout von Paketen, führt Pakete aus und unterstützt die Protokollierung, die Konfiguration, Haltepunkte, Verbindungen und Transaktionen.

Tasks und andere ausführbare Dateien  Bei den ausführbaren Integration Services-Laufzeitdateien handelt es sich um das Paket, die Container, Tasks und Ereignishandler, die in Integration Servicesenthalten sind. Ausführbare Laufzeitdateien schließen auch von Ihnen entwickelte, benutzerdefinierte Tasks ein.

Datenflussmodul (auch als Pipeline bezeichnet) und Datenflusskomponenten  Der Datenflusstask kapselt das Datenflussmodul. Das Datenflussmodul stellt die Puffer im Arbeitsspeicher bereit, mit denen Daten von der Quelle zum Ziel verschoben werden, und ruft die Quellen auf, mit denen Daten aus Dateien und relationalen Datenbanken extrahiert werden. Das Datenflussmodul verwaltet außerdem die Transformationen, mit denen Daten geändert werden, und die Ziele, mit denen Daten geladen oder für andere Prozesse verfügbar gemacht werden. Die Datenflusskomponenten von Integration Services sind die Quellen, Transformationen und Ziele, die in Integration Services enthalten sind. Sie können auch benutzerdefinierte Komponenten in einen Datenfluss einschließen.

API- oder Objektmodell  Das Integration Services-Objektmodell beinhaltet verwaltete Schnittstellen für die Anwendungsprogrammierung (Application Programming Interfaces oder API) zum Erstellen von benutzerdefinierten Komponenten zur Verwendung in Paketen oder benutzerdefinierte Anwendungen, mit denen Pakete erstellt, geladen, ausgeführt und verwaltet werden. Entwickler können benutzerdefinierte Anwendungen oder benutzerdefinierte Tasks oder Transformationen mit einer beliebigen CLR-kompatiblen (Common Language Runtime) Programmiersprache erstellen.

SQL Server Integration Services-Dienst  Der Integration Services-Dienst ermöglicht Ihnen, SQL Server Management Studio zum Überwachen der Ausführung von Integration Services-Paketen und zur Speicherverwaltung der Pakete zu verwenden.

SQL Server-Import/Export-Assistent  Mit dem SQL Server-Import/Export-Assistenten können Daten in eine und aus einer Datenquelle kopiert werden, für die ein verwalteter .NET Framework-Datenanbieter oder ein systemeigener OLE DB-Datenanbieter verfügbar ist. Dieser Assistent ist die einfachste Methode, um ein Integration Services-Paket zu erstellen, mit dem Daten aus einer Quelle in ein Ziel kopiert werden.

Andere Tools, Assistenten und Eingabeaufforderungs-Dienstprogramme  Integration Services enthält zusätzliche Tools, Assistenten und Eingabeaufforderungs-Dienstprogramme zum Ausführen und Verwalten von Integration Services-Paketen.

Architektur eines Integration Services-Pakets

Die Objekte, aus denen sich ein Integration Services-Paket zusammensetzt, umfassen Folgendes:

Das Paket selbst.  Das Paket als jene Arbeitseinheit, die abgerufen, ausgeführt und gespeichert wird und das wichtigste Integration Services-Objekt darstellt.

Ablaufsteuerungselemente  Die Ablaufsteuerungselemente (Tasks und Container) zum Erstellen der Ablaufsteuerung in einem Paket. Ablaufsteuerungselemente bereiten Daten vor oder kopieren sie, interagieren mit anderen Prozessen oder implementieren die Wiederholung von Workflow. Rangfolgeneinschränkungen ordnen die Ablaufsteuerungselemente in einer Ablaufsteuerung an und definieren die Bedingungen zum Ausführen von Tasks oder Containern.

Datenflusskomponenten  Die Datenflusskomponenten (Quellen, Transformationen und Ziele) zum Erstellen von Datenflüssen in einem Paket, die Daten extrahieren, transformieren und laden. Pfade ordnen die Datenflusskomponenten in einem Datenfluss an.

Verbindungs-Manager  Die Verbindungs-Manager, die Verbindungen mit verschiedenen Arten von Datenquellen herstellen, um Daten zu extrahieren und zu laden.

Variablen  Die Variablen, die in Ausdrücken für die dynamische Aktualisierung von Spaltenwerten und Eigenschaftsausdrücken verwendet werden können, steuern die Ausführung der Wiederholung von Ablaufsteuerungen und definieren die Bedingungen, die Rangfolgeneinschränkungen anwenden.

Ereignishandler  Die Ereignishandler, die als Antwort auf die Laufzeitereignisse ausgeführt werden, die von Paketen, Tasks und Containern ausgelöst werden.

Protokollanbieter  Die Protokollanbieter, die die Protokollierung von Paketlaufzeitinformationen unterstützen, wie z. B. die Start- und Beendigungszeit des Pakets und dessen Tasks und Containern.

Internationale Überlegungen zu Integration Services

Microsoft SQL Server Integration Services unterstützt das Analysieren und Bearbeiten von mehrsprachigen Daten, unterstützt alle Windows-Gebietsschemas und bietet spezielle Vergleichsoptionen zum Sortieren und Vergleichen von Zeichenfolgendaten.

Die Integration Services-Transformationen für das Text Mining und die Fuzzyübereinstimmung funktionieren jedoch mit der englischen Sprache möglicherweise besser als mit anderen Sprachen. Allerdings können sowohl die Text Mining- als auch die Fuzzyübereinstimmungs-Transformationen nützliche Ergebnisse liefern, wenn Sie mit anderen Sprachen als Englisch verwendet werden. Die Qualität dieser Ergebnisse hängt von der jeweiligen Sprache ab.

Vom Gebietsschema unabhängiges Analysieren

Integration Services enthält vom Gebietsschema unabhängige Analyseroutinen, die Sie für Daten verwenden können, die in bestimmten Formaten vorliegen. Diese Analyseroutinen unterstützen nur die gängigsten Datumsformatdarstellungen, führt keine gebietsschemaspezifische Analyse aus, erkennt keine Sonderzeichen in Währungsdaten und kann die hexadezimale oder wissenschaftliche Darstellung von ganzen Zahlen nicht konvertieren. Die schnelle Analyse kann eine erhebliche Leistungssteigerung von Integration Services-Paketen bewirken, in denen es keine Gebietsschemaabhängigkeiten gibt.

Gebietsschemaeinstellungen

Integration Services unterstützt Gebietsschemas auf der Ebene von Paketen, Containern, Tasks und Datenflusskomponenten. Sie können auch das Gebietsschema von Ereignishandlern festlegen.

Ein Paket kann mehrere verschiedene Gebietsschemas verwenden. So kann z. B. das Paket das Gebietsschema Englisch (Vereinigte Staaten) verwenden, während ein Task im Paket das Gebietsschema Deutsch (Deutschland) und ein anderer Task das Gebietsschema Japanisch (Japan) verwendet.

Sie können jedes Windows-Gebietsschema in einem Integration Services-Paket verwenden. Sie legen das Gebietsschema fest, wenn Sie das Paket erstellen. Mit Ausnahme des Falls, wenn das Paket Konfigurationen zum Aktualisieren von Gebietsschemaeigenschaften verwendet, verhält sich das Paket dann garantiert genauso, wenn es auf Computern bereitgestellt wird, die von der Entwicklungsumgebung abweichende Regional- und Sprachoptionen verwenden.

Wenn ein Paket allerdings beim Bereitstellen auf unterschiedlichen Servern verschiedene Gebietsschemas verwenden muss, können Sie Konfigurationen erstellen, mit denen beim Ausführen des Pakets die zu verwendenden aktualisierten Gebietsschemas bereitgestellt werden.

Vergleichsoptionen

Das Gebietsschema stellt die grundlegenden Regeln zum Vergleichen von Zeichenfolgendaten in einem Datenstrom bereit. Beispielsweise gibt das Gebietsschema die Sortierposition jedes Buchstabens im Alphabet an. Diese Regeln sind jedoch möglicherweise für die von Ihnen gewünschten Vergleiche nicht ausreichend. Deshalb unterstützt Integration Services erweiterte Vergleichsoptionen, die über die Vergleichsregeln eines Gebietsschemas hinausgehen. Wenn Sie beispielsweise Zeichen ohne Zwischenraum ignorieren, sind "ä" und "Ä" für Vergleichszwecke identisch.

Text Mining

Die Transformationen für das Text Mining - Ausdrucksextrahierung und Ausdruckssuche - verwenden ihr eigenes Wörterbuch. Dieses Wörterbuch ist nur in englischer Sprache verfügbar, sodass die Ergebnisse beim Verwenden der Text Mining-Transformationen mit anderen Sprachen als Englisch möglicherweise nur beschränkte Qualität besitzen. Microsoft unterstützt die Verwendung dieser Transformationen nur mit Englisch.

Allerdings können Sie je nach linguistischer Ähnlichkeit einer Sprache mit der englischen Sprache feststellen, dass die Transformation zur Ausdrucksextrahierung auch Ausdrücke in anderen Sprachen als Englisch extrahieren kann und dass die Transformation zur Ausdrucksextrahierung zum Suchen nach Ausdrücken und zum Berechnen der Ausdruckshäufigkeit verwendet werden kann. Je größer die Ähnlichkeit zwischen den Sprachen ist, desto erfolgreicher ist das Text Mining. So könnte z. B. das Verwenden der Transformation zur Ausdrucksextrahierung beim Text Mining von schwedischen Zeichenfolgen effektiv sein, weil in der schwedischen Sprache Wort- und Satzbegrenzungszeichen verwendet werden, die denen in der englischen Sprache ähnlich sind. Dagegen wäre die Verwendung der Transformation zur Ausdrucksextrahierung im Zusammenhang mit der japanischen Sprache wahrscheinlich kaum erfolgreich.

Fuzzyübereinstimmung

Die beiden Transformationen Fuzzygruppierung und Fuzzysuche verwenden die Fuzzyübereinstimmung zum Gruppieren ähnlicher Datensätze in einem Dataset oder zum Durchführen von Suchen in einer Verweistabelle. Beide Transformationen können am effektivsten nach Übereinstimmungen suchen, wenn die Textdaten mehrere lange Wörter enthalten, die durch Leerzeichen oder Begrenzungszeichen getrennt sind. Die Fehlertoleranz der Transformationen ist eventuell in logografischen Sprachen wie Chinesisch geringer, weil die Wörter in solchen Sprachen häufig nur aus wenigen Zeichen bestehen und nicht durch Leerzeichen voneinander getrennt sind. In logografischen Sprachen ist die Erkennung von Rechtschreibfehlern, Wortdopplungen und fehlenden Wörtern durch die Transformationen wahrscheinlich weniger erfolgreich.

Überlegungen zu Integration Services auf 64-Bit-Computern

Die 64-Bit-Editionen von Microsoft SQL Server enthalten Integration Services, aber einige Integration Services-Features sind nur in 32-Bit-Versionen verfügbar oder unterliegen auf 64-Bit-Computern bestimmten Einschränkungen oder werden auf Itanium-basierten Betriebssystemen nicht unterstützt.

Installieren von Integration Services auf 64-Bit-Computern

Auf 64-Bit-Computern installierte Integration Services-Features  Wenn Sie das SQL Server-Setup ausführen und dabei nur Integration Services zur Installation auswählen, installiert das Setup alle verfügbaren 64-Bit-Features und -Tools von Integration Services.

Wenn Sie die Entwursfzeitfeatures von Integration Services benötigen, müssen Sie jedoch Business Intelligence Development Studio installieren. Um Business Intelligence Development Studio zu installieren, wählen Sie Business Intelligence Development Studio während des Setup aus.

Wichtig:  Business Intelligence Development Studio, die 32-Bit-Entwicklungsumgebung für Integration Services-Pakete, wird auf Computern mit dem Itanium-64-Bit-Betriebssystem nicht unterstützt und auf Itanium-Servern nicht installiert.

Wenn Sie bestimmte Pakete im 32-Bit-Modus ausführen möchten, müssen Sie die 32-Bit-Versionen der Integration Services-Tools installieren. Wählen Sie zum Installieren der 32-Bit-Versionen der Tools während des Setups entweder Clienttools oder Business Intelligence Development Studio.

Die 64-Bit-Features werden im Programme-Verzeichnis installiert, und die 32-Bit-Features werden getrennt davon im Programme (x86)-Verzeichnis installiert. (Dieses Verhalten ist nicht spezifisch für Integration Services oder für SQL Server.)

64-Bit-Versionen der Integration Services und Tools

Für die Integration Services-Laufzeit ist eine 64-Bit-Version verfügbar.

Die folgenden Integration Services-Tools liegen ebenfalls in 64-Bit-Versionen vor:

  • Das Dienstprogramm dtexec (dtexec.exe)
  • Das Dienstprogramm dtutil (dtutil.exe)
  • Der SQL Server-Import/Export-Assistent (DTSWizard.exe)

Wenn Sie auf einem 64-Bit-Computer während des Setups Integration Services auswählen, werden nur die 64-Bit-Versionen der Laufzeit und der Tools installiert. Wenn Sie Pakete im 32-Bit-Modus ausführen müssen, müssen Sie eine zusätzliche Option auswählen, um die 32-Bit-Version der Laufzeit und der Tools zu installieren:

  • Wenn auf dem 64-Bit-Computer das x86-Betriebssystem ausgeführt wird, wählen Sie Business Intelligence Development Studio oder Verwaltungstools - Vollständig aus.
  • Wenn auf dem 64-Bit-Computer das Itanium-Betriebssystem ausgeführt wird, wählen Sie Verwaltungstools - Vollständig aus.

Hinweis:  Beim Entwickeln und Testen von Befehlen mithilfe des Paketausführungsprogramms (dtexecui.exe) auf einem 64-Bit-Computer sollten Sie beachten, dass dieses 32-Bit-Tool Pakete im 32-Bit-Modus ausführt. Testen Sie die Befehle mithilfe der 64-Bit-Version des Dienstprogramms dtexec im 64-Bit-Modus, bevor Sie sie auf einem Produktionsserver bereitstellen oder planen.

Standardmäßig wird auf einem 64-Bit-Computer, auf dem sowohl die 64-Bit-Version als auch die 32-Bit-Version eines Integration Services-Befehlszeilenprogramms installiert ist, die 32-Bit-Version an der Eingabeaufforderung ausgeführt. Die 32-Bit-Version wird ausgeführt, da der Verzeichnispfad für die 32-Bit-Version in der PATH-Umgebungsvariablen vor dem Verzeichnispfad für die 64-Bit-Version aufgeführt wird. (Typischerweise ist der 32-Bit-Verzeichnispfad <Laufwerk>:\Programme(x86)\Microsoft SQL Server\100\DTS\Binn, während der 64-Bit-Verzeichnispfad <Laufwerk>:\Programme\Microsoft SQL Server\100\DTS\Binn lautet.)

Hinweis:  Wenn Sie das Dienstprogramm mithilfe des SQL Server-Agents ausführen, verwendet dieser automatisch die 64-Bit-Version des Dienstprogramms. Der SQL Server-Agent sucht die richtige ausführbare Datei für das Dienstprogramm in der Registrierung und nicht in der PATH-Umgebungsvariablen.

Wenn Sie sicherstellen möchten, dass die 64-Bit-Version des Dienstprogramms an der Eingabeaufforderung ausgeführt wird, können Sie einen der folgenden Schritte ausführen:

  • Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung, wechseln Sie in das Verzeichnis mit der 64-Bit-Version des Dienstprogramms (<Laufwerk>:\Programme\Microsoft SQL Server\100\DTS\Binn), und führen Sie dann das Diensprogramm aus diesem Verzeichnis aus.
  • Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Dienstprogramm aus, indem Sie den vollständigen Pfad (<Laufwerk>:\Programme\Microsoft SQL Server\100\DTS\Binn) der 64-Bit-Version des Dienstprogramms eingeben.
  • Ändern Sie die Reihenfolge der Pfade in der PATH-Umgebungsvariablen dauerhaft, indem Sie den 64-Bit-Pfad (<Laufwerk>:\Programme\Microsoft SQL Server\100\DTS\Binn) in der Variablen vor dem 32-Bit-Pfad (<Laufwerk>:\ Programme(x86)\Microsoft SQL Server\100\DTS\Binn) platzieren.

Unterstützung für Data Transformation Services auf 64-Bit-Computern  Es gibt keine 64-Bit-Entwurfszeit- oder Laufzeitunterstützung für DTS-Pakete (Data Transformation Services), die in früheren Versionen von SQL Server erstellt wurden.

Auch auf Computern mit Itanium-basierten Betriebssystemen gibt es keine 32-Bit-Entwurfszeit- oder -Laufzeitunterstützung für DTS-Pakete. Deshalb können Sie DTS-Pakete nicht auf Computern mit Itanium-basierten Betriebssystemen erstellen, anzeigen, ändern oder ausführen.

Entwerfen von Integration Services-Paketen auf 64-Bit-Computern

Es ist nicht möglich, Pakete in BI Development Studio zu entwerfen oder Skripts im Skripttask auf Computern mit Itanium-basierten Betriebssystemen zu debuggen.

Möglicherweise kann beim Ausführen eines Pakets im 64-Bit-Modus eine Verbindung zu weniger Datenquellen hergestellt werden, als das bei einer Paketausführung im 32-Bit-Modus möglich wäre. Einige .NET Framework-Datenanbieter und systemeigene OLE DB-Anbieter sind möglicherweise nicht in 64-Bit-Versionen verfügbar. Beispielsweise ist der Microsoft OLE DB-Anbieter für Jet, der eine Verbindung mit Access-Datenbanken und Excel-Kalkulationstabellen herstellt, nicht in einer 64-Bit-Version verfügbar. Auch der Anbieter von SQL Server Compact, der eine Verbindung mit SQL Server Compact-Datenquellen herstellt, ist nicht in einer 64-Bit-Version verfügbar.

Der 32-Bit-SSIS-Designer zeigt nur 32-Bit-Anbieter an, die auf dem lokalen Computer installiert sind. Sie müssen die 32-Bit-Version des Anbieters auf dem Entwicklungscomputer zur Verwendung zur Laufzeit installieren, um einen Verbindungs-Manager zur Verwendung eines bestimmten 64-Bit-Anbieters konfigurieren zu können. Auch wenn die 32-Bit-Version des Anbieters installiert ist, können Sie das Paket nach wie vor im 64-Bit-Modus ausführen, und zwar sowohl in der Entwicklungsumgebung als auch nach der Bereitstellung. Die 32-Bit- und die 64-Bit-Version eines Anbieters weisen die gleiche ID auf. Deshalb wählt die SSIS-Laufzeit die geeignete Version des zu verwendenden Anbieters aus. Angenommen, Sie führen das Paket in der Entwicklungsumgebung auf einem 64-Bit-Computer aus. Standardmäßig verwendet das Paket die 64-Bit-Version des Anbieters, da der Standardwert der Run64BitRuntime-Projekteigenschaft True ist.

In einem Paket, das im 64-Bit-Modus ausgeführt wird, kann der Task DTS 2000-Paket nicht verwendet werden. Die SQL Server 2000 DTS-Laufzeit ist in einer 64-Bit-Version nicht verfügbar.

Im Hinblick auf die Paketprotokollierung kann der Protokollanbieter für SQL Server Profiler in einem Paket, das im 64-Bit-Modus ausgeführt wird, nicht verwendet werden.

Ausführen von Integration Services-Paketen auf 64-Bit-Computern

Manchmal kann es sinnvoll sein, Pakete im 32-Bit-Modus auf einem 64-Bit-Computer auszuführen. Das kann folgende Gründe haben:

  • Sie möchten Pakete von SQL Server 2000 DTS ausführen.
  • Sie möchten einen verwalteten .NET Framework-Datenanbieter oder einen systemeigenen OLE DB-Anbieter verwenden, der nicht in einer 64-Bit-Version verfügbar ist.
  • Sie möchten einen Skripttask oder eine Skriptkomponente verwenden, die auf andere Assemblys oder COM-Komponenten verweisen, für die eine 64-Bit-Version nicht verfügbar oder nicht installiert ist.

Auswählen der 32-Bit- oder 64-Bit-Paketausführung im SSIS-Designer  In den Projekteigenschaften eines Integration Services-Pakets können Sie die 32-Bit- oder 64-Bit-Ausführung auswählen, indem Sie auf der Seite Debuggen den Wert der Run64BitRuntime-Eigenschaft festlegen. Standardmäßig ist der Wert dieser Eigenschaft auf True festgelegt. Wenn die 64-Bit-Version der Integration Services-Laufzeit nicht installiert ist, wird diese Einstellung ignoriert.

Hinweis:  Die Run64BitRuntime-Projekteigenschaft gilt nur zur Entwurfszeit.

Auswählen der 32-Bit- oder 64-Bit-Paketausführung in einem SQL Server Agent-Auftrag  Wenn Sie einen Auftrag des SQL Server-Agents mit dem Auftragsschritttyp SQL Server Integration Services-Paket konfigurieren, ruft der Auftrag das Dienstprogramm dtexec auf. Allerdings hängt die Version des Dienstprogramms dtexec, das von dem Auftrag aufgerufen wird, von der Version von SQL Server und der Version des SQL Server-Agents ab, die installiert wurden und auf dem 64-Bit-Computer ausgeführt werden:

  • Die 64-Bit-Versionen von SQL Server und dem SQL Server-Agent wurden installiert und werden auf dem Computer ausgeführt. In diesem Fall ruft der Auftragsschritt SQL Server Integration Services-Pakete die 64-Bit-Version des Dienstprogramms dtexec auf, und das Paket wird stets im 64-Bit-Modus ausgeführt.
    Hinweis:  Um ein Paket im 32-Bit-Modus einer 64-Bit-Version des SQL Server-Agents auszuführen, wählen Sie die Option 32-Bit-Laufzeit verwenden auf der Registerkarte Ausführungsoptionen des Dialogfelds Neuer Auftragsschritt aus.
  • Die 32-Bit-Versionen von SQL Server und dem SQL Server-Agent wurden installiert und werden auf dem Computer ausgeführt. In diesem Fall ruft der Auftragsschritt SQL Server Integration Services-Pakete stets die 32-Bit-Version des Dienstprogramms dtexec auf, und das Paket wird stets im 32-Bit-Modus ausgeführt.