Neuerungen

  • Neues bei Berichtsserverarchitektur und -tools
  • Neues in der Berichtserstellung
  • Neue und erweiterte Datenquellentypen
  • Erweiterter Diagrammdatenbereich
  • Neuer Messgerätedatenbereich
  • Neuer Tablix-Datenbereich für Tabelle, Matrix und Liste
  • Erweiterungen des Berichts-Designers
  • Neuer Berichts-Generator 2.0
  • Neue und verbesserte Berichtselemente und RDL-Elemente
  • Neues bei der Programmierbarkeit des Berichtsservers
  • Neues beim Verarbeiten und Rendern von Berichten

Neues bei Berichtsserverarchitektur und -tools

Neue Berichtsserverarchitektur  Die Berichtsserverarchitektur wurde in SQL Server 2008 grundlegend geändert. So wurden die Abhängigkeiten von Internetinformationsdienste (IIS) entfernt und Anwendungen in einem einzigen Dienst zusammengefasst. In der neuen Architektur sind die HTTP-Serverfunktionen in den Berichtsserver selbst eingebettet, sodass Sie einen Berichtsserver als echte Anwendung der mittleren Ebene separat von Web-Front-End-Anwendungen ausführen können, die für den Zugriff darauf verwendet wurden. Der Berichtsserver verfügt zudem über eine neue Hostebene zum Authentifizieren von Benutzern, Verwalten von Speicher- und internen Prozessen sowie zum Unterstützen von End-to-End-Ablaufverfolgung und -Protokollierung.

Systemeigene Unterstützung für HTTP.SYS und ASP.NET
Reporting Services verwendet für den Zugriff auf die ASP.NET-Funktionalität, die Berichts-Manager-Anwendung oder den Endpunkt des Berichtsserver-Webdiensts nicht mehr Internetinformationsdienste (IIS). In SQL Server 2008 führt Reporting Services die folgenden Aufgaben aus:

  • Hosten der ASP.NET-Technologie und der Microsoft .NET Framework-Technologie, die in SQL Server-CLR integriert sind
  • Nutzen der HTTP.SYS-Funktionen des Betriebssystems

Systemeigene Unterstützung für URL-Reservierungen und Registrierung der Berichtsserverendpunkte
Der Berichtsserver verfügt über eine HTTP-Überwachung, die Anforderungen an eine URL und einen Port akzeptiert, die Sie während der Serverkonfiguration definieren. URL-Reservierungen und Registrierung werden jetzt über HTTP.SYS direkt vom Berichtsserver verwaltet.

Konsolidierte Dienste und Anwendungen
In dieser Version sind die Reporting Services-Serveranwendungen in einem einzigen Dienst vereint. Die folgenden Serveranwendungen werden innerhalb eines einzelnen Diensts ausgeführt: der Berichtsserver-Webdienst für die interaktive Berichtsverarbeitung, die Front-End-Komponente des Berichts-Managers und der Prozessor für Zeitplanung und Übermittlung (eine Hintergrundverarbeitungsanwendung für geplante Vorgänge).

Die Konsolidierung der Serveranwendungen in einem einzigen Dienst reduziert die Konfigurations- und Wartungstasks und stellt eine bessere Plattform zur Integration benutzerdefinierter Funktionalität bereit. Die Konsolidierung vereinfacht zwar die Bereitstellung, sie reduziert aber nicht die von Ihnen gewohnten Reporting Services-Features und hat keinen Einfluss darauf, wie Sie auf die Anwendungen zugreifen. Die gesamte Funktionalität ist weiterhin verfügbar. Sowohl der Berichts-Manager als auch der Berichtsserver-Webdienst werden innerhalb des einzigen Diensts ausgeführt. Beide Anwendungen sind weiterhin über URLs verfügbar, die HTTP-Zugriff auf beide bereitstellen.

Authentifizierungsebene
In der vorherigen Version wurde die Authentifizierung über IIS ausgeführt. In dieser Version verarbeitet Reporting Services alle Authentifizierungsanforderungen über ein neues Authentifizierungssubsystem, das die benutzerdefinierte Authentifizierung auf Windows-Basis unterstützt.

Konfiguration des Arbeitsspeichers
Neue Features zur Speicherverwaltung ermöglichen es Ihnen, einen Arbeitsspeicherschwellenwert für die Berichtsverarbeitung festzulegen. In vorherigen Versionen verwendete der Berichtsserver den gesamten verfügbaren Arbeitsspeicher. In dieser Version können Sie einen maximalen Grenzwert für den Arbeitsspeicher sowie Interimschwellenwerte konfigurieren. Diese legen fest, wie der Berichtsserver auf Änderungen bei der Auslastung des Arbeitsspeichers reagiert.

End-to-End-Protokollierung
Die neue HTTP-Protokollierung zeichnet alle HTTP-Anforderungen auf, die vom Berichtsserver verarbeitet werden. Sie entspricht der Protokolldatei, die von IIS generiert wird.

Ablaufverfolgungsprotokolldateien werden in eine einzelne ReportServerService_<timestamp>.log-Datei konsolidiert. Alle Ablaufverfolgungsinformationen für den Berichtsserver-Webdienst, den Berichts-Manager und die Hintergrundverarbeitungsanwendung befinden sich in dieser Datei. Die Anwendungsprotokolle und das Berichtsserver-Ausführungsprotokoll wurden in dieser Version nicht verändert.

Erweitertes Toolset für Berichtsserverkonfiguration und -verwaltung  Reporting Services verfügt über einen kompletten Satz von Tools zum Konfigurieren und Verwalten einer Berichtsserverinstallation. Die Tools wurden überarbeitet und unterstützen nun unterschiedliche Tasks, deren Funktionalität sich nicht mehr überschneidet. Einigen Tools wurden neue Funktionen hinzugefügt, während andere Funktionen entfernt wurden, um redundante Tasks auszuschließen.

SQL Server Management Studio
Bei Berichtsservern, die im systemeigenen Modus oder im integrierten SharePoint-Modus ausgeführt werden, wird dieses Tool für folgende Aufgaben verwendet: Aktivieren von Features, Festlegen von Servereigenschaften und -standardwerten, Erstellen freigegebener Zeitpläne, Konfigurieren von Rollendefinitionen (oder Anzeigen der Berechtigungsebenen für eine SharePoint-Website) und Verwalten geplanter Aufträge, die gerade auf dem Berichtsserver ausgeführt werden.

Dieses Tool wird nicht mehr zum Verwalten der Ordnerhierarchie oder des Berichtsserverinhalts verwendet. Sie können dieses Tool weder zum Zuweisen von Berechtigungen noch zum Verwalten von Berichten, Modellen, Ressourcen, freigegebenen Datenquellen oder datengesteuerten Abonnements verwenden. Die gesamte Inhaltsverwaltung erfolgt über den Berichts-Manager oder eine SharePoint-Website.

Berichts-Manager
Für einen Berichtsserver im systemeigenen Modus ist der Berichts-Manager nun das einzige Tool zum Anzeigen und Verwalten von Berichtsserverinhalten.

Das Zuweisen von Berechtigungen, Erstellen und Verwalten von Berichtsserverelementen, Planen der Berichts- und Abonnementverarbeitung, Verwalten der Berichtsübermittlung sowie das Generieren und Verwalten von Modellen erfolgt ausschließlich über dieses Tool. Für das Generieren von Modellen, Festlegen der Modellelementsicherheit und Zuordnen von Berichten mit Durchklicken zu Entitäten in einem Modell stehen neue Seiten zur Verfügung.

Reporting Services-Konfigurationstool
Mit dem Reporting Services-Konfigurationstool können Sie das Dienstkonto festlegen, die Berichtsserver-Datenbank erstellen oder verwalten, URLs konfigurieren, das Konto für die unbeaufsichtigte Ausführung festlegen, die Berichtsübermittlung per E-Mail konfigurieren und Verschlüsselungsschlüssel verwalten. Das Tool verfügt über neue Seiten zum Definieren von URLs sowie einen überarbeiteten Workflow zum Erstellen und Konfigurieren einer Berichtsserver-Datenbank oder zum Aktualisieren eines Dienstkontos.

Neue Unterstützung für datengesteuerte Abonnements und Auftragsverwaltung im integrierten SharePoint-Modus  Ab dieser Version von Reporting Services stehen datengesteuerte Abonnements und eine Auftragsverwaltung für Berichtsserver zur Verfügung, die im integrierten SharePoint-Modus ausgeführt werden. Sie können datengesteuerte Abonnements für Berichte erstellen, die Sie einer SharePoint-Bibliothek mithilfe der neuen Seiten zur Abonnementdefinition bereitgestellt haben, die vom Reporting Services-Add-In für SharePoint-Technologien zur Verfügung gestellt werden. Das Add-In bietet außerdem neue Seiten zur Auftragsverwaltung auf Websiteebene, um Berichte, die verarbeitet werden, anzuzeigen und abzubrechen. Sie müssen das Reporting Services-Add-In installieren oder aktualisieren, um von Ihrer SharePoint-Website auf die neue Berichtsserverfunktionalität zugreifen zu können. Das Add-In installiert die Anwendungsseiten, die dem SQL Server 2008-Berichtsserver, der die datengesteuerten Abonnements und die Auftragsverwaltung für SharePoint-Benutzer unterstützt, die grafische Benutzeroberfläche bereitstellt.

 

Neues in der Berichtserstellung

Microsoft SQL Server 2008 Reporting Services (SSRS) besitzt viele neue Features und Erweiterungen, die die Berichtsmöglichkeiten für die Personen erhöhen, die Berichtslösungen entwickeln.

SQL Server 2008 Reporting Services (SSRS) bietet wichtige neue Features für Berichte sowie mehr Komfort bei der Berichtserstellung. Neue Datensteuerelemente, Datenbereiche, Datenquellentypen und das optimierte Design des Berichts-Designers ermöglichen die Erstellung einer ganz neuen Art von Berichten.

 

"Neue und erweiterte Datenquellentypen"

SQL Server 2008 Reporting Services (SSRS) enthält neue Datenverarbeitungserweiterungen, mit deren Hilfe Sie anhand folgender Datenquelle Berichte erstellen können:

  • Der Teradata-Datenquellentyp ermöglicht es Ihnen, Teradaten für Berichte und Berichtsmodelle abzufragen und zu verwenden.

 

"Erweiterter Diagrammdatenbereich"

Der neue Diagrammdatenbereich unterstützt jetzt mehr Datenvisualisierungsfeatures. Zu den neuen Diagrammtypen zählen Balken-/Spaltenzylinder, Pyramide, Trichter, Pol, Netz, Kurs, Kerze, Bereichsspalte, Bereichsbalken, geglättete Fläche, geglättete Linie, abgestufte Linie und Boxplot. Pareto- und Histogramm-Diagramme werden ebenfalls unterstützt.

Eine Reihe kann in einem beliebigen angegebenen Diagrammbereich sowie in einer beliebigen angegebenen Legende angezeigt werden. Anstelle fehlender Daten können leere Punkte eingefügt werden. Sie können mehrere Diagrammbereiche, mehrere Legenden und mehrere Titel in einem einzigen Diagramm kombinieren.

Dank der neuen Unterstützung für Sekundärachsen können mehrere Reihen unter Verwendung mehrerer Achsen angezeigt werden. Auf jeder Achse können Optionen zum Hinzufügen von Skalierungsunterbrechungen, logarithmischen Skalierungen, benutzerdefinierten Achsenintervallen und Zeilensprung-Bereichsstreifen festgelegt werden.

Der neue Diagrammdatenbereich unterstützt die automatische Intervallbezeichnungen, um Bezeichnungskonflikte zu vermeiden. Zudem können Eigenschaften hinsichtlich Drehwinkel, Schriftgrad und Textumbruch für Achsenbezeichnungsberechungen individuell angepasst werden. Außerdem sind die Achsenkreuzung an benutzerdefinierten Stellen sowie Hintergrundbereichsstreifen in regelmäßigen oder benutzerdefinierten Intervallen möglich.

Sie haben hinsichtlich der Bezeichnung, Ausrichtung und Färbung Ihres Diagramms mehr Kontrolle. Intelligente Bezeichnungen für Datenpunkte sorgen dafür, dass der jeweilige Text angepasst und Bezeichnungskonflikte so vermieden werden. Dank benutzerdefinierter Farbpaletten sowie der automatischen Ausrichtung mehrerer Diagrammbereiche können Aussehen und Layout von Diagrammen in Ihrem Bericht mühelos optimiert werden. Sie können kleine Segmente in einem Kreisdiagramm zu einem Segment zusammenfassen, für einzelne Datenpunkte einen Drilldown ausführen bzw. die QuickInfo anzeigen sowie gestapelte Balken oder Spalten in einer beliebigen Anzahl von Stapeln nebeneinander platzieren. In den Kreis-, Ring-, Balken- und Spaltendiagrammen werden 2D- und 3D-Zeicheneffekte unterstützt.

Neues Design und Laufzeitunterstützung für automatisch berechnete Reihen im Diagramm zählen zu den weiteren Neuerungen in dieser Version. Reporting Services stellt integrierte Funktionen für 15 häufig verwendete Berechnungen bereit, darunter statistische Analyse, gleitende Durchschnitte sowie Finanzindikatoren. Sie können eine Formel auswählen, um eine neue Reihe mit Datenpunkten zu erstellen, die zur Laufzeit berechnet wird.

  • Die Benutzeroberfläche wurde optimiert, um Ihnen die Arbeit mit Diagrammtypen zu erleichtern. Es gibt neue Dialogfelder für die einzelnen Diagrammelemente, Kontextmenüs für die einzelnen Diagrammelemente, die Textbearbeitung von Titeln und Bezeichnungen direkt im Diagramm wird unterstützt, es steht eine neue Auswahl für den Diagrammtyp bereit und Felder können in die Dropzone des Diagramms gezogen, dort abgelegt und neu angeordnet werden. Auf diese Weise können Sie die Reihenfolge, in der Reihen in einem Diagramm angezeigt werden, mühelos ändern.

 

"Neuer Messgerätedatenbereich"

Der neue Messgerätdatenbereich dient vornehmlich der groben Zusammenfassung Ihrer Daten, bei der Key Performance Indicator (KPI)-Werte hervorgehoben werden. Das Messgerät verwendet einen Zeiger, um einen einzelnen Wert anzuzeigen. Sie können einen Bereich hinzufügen, um eine Teilmenge von Werten auf Ihrer Skala hervorzuheben, sowie Größe und Position der Messgeräteskala steuern und so unterschiedliche optische Effekte erzielen.

Der Messgerätdatenbereich ist ein Messgerätbereich, der ein oder mehr Messgeräte enthält. Sie können mehrere Messgeräte in einen Messgerätbereich zusammenfassen, um einzelne Werte nebeneinander anzuzeigen. Sie können im Messgerätbereich Filter- und Sortiervorgänge durchführen. Sie können zwischen radialen und linearen Messgerättypen wählen. Es gibt einen spezifischen Thermometer-Messgerättyp zur optischen Darstellung von Temperaturdaten. Sie können in der Liste der linearen Messgeräte ein Skalendiagramm auswählen.

 

"Neuer Tablix-Datenbereich für Tabelle, Matrix und Liste"

Bei dem neuen Tablix-Datenbereich handelt es sich um ein allgemein gehaltenes Datenbereichselement, das sowohl die Funktion einer Tabelle als auch einer Matrix aufweist. In SQL Server 2008 Reporting Services (SSRS) ersetzt der Tablix-Datenbereich die Tabellen-, Matrix- und Listen-Datenbereiche; ihre jeweiligen Features sind in einem flexiblen Rasterlayout zusammengefasst. In der RDL-Syntax ersetzt das Tablix-Element die Elemente Table, Matrix und List aus alten RDL-Schemata.

Der Tablix-Datenbereich erhöht die Berichtslayoutflexibilität und sorgt für konsistenteres Renderingverhalten. Hier kommt ein flexibles Rasterlayout zur Unterstützung mehrerer Zeilengruppen und Spaltengruppen zum Einsatz. Gruppen werden in einer Zeilenhierarchie und einer Spaltenhierarchie organisiert. Gruppen können geschachtelt, angrenzend oder rekursiv sein. Nachdem Sie einen Tablix-Datenbereich hinzugefügt haben, können Sie über den Bereich für die Gruppierung schnell und einfach Zeilen- und Spaltengruppen erstellen sowie Ergebnisse, Zwischensummen und Gesamtsummen hinzufügen. Der Tablix-Datenbereich wird automatisch angepasst; hierbei werden Zeilen und Spalten aufgenommen, in denen Gruppen- und Zusammenfassungsdaten angezeigt werden sollen.

Tablix eröffnet neue Möglichkeiten hinsichtlich des Arbeitens mit komplexen und aggregierten Daten, das Arbeiten mit einfachen Tabellen und Matrixstrukturen ist jedoch weiterhin möglich. Der Berichts-Designer stellt drei Vorlagen für den Tablix-Datenbereich bereit: Tabelle, Matrix und Liste. Diese können Sie aus der Toolbox ziehen und als Ausgangspunkt für Ihre Berichte verwenden. Hier können Sie komplexe Berichte mit Features verschiedener Berichtstypen entwerfen. In einer Tablix-Zelle können Sie ein beliebiges Berichtselement einbetten, auch einen neuen Datenbereich.

 

"Erweiterungen des Berichts-Designers"

Die offensichtlichste Änderung des Berichts-Designer-Arbeitsbereichs ist, dass die Registerkarte für Daten im Berichts-Designer durch einen Bereich für Berichtsdaten ersetzt wurde, in dem sämtliche Berichtsdaten an einem zentralen Ort organisiert werden. Dieser Bereich wird während der gesamten Erstellung des Berichtslayouts angezeigt. Im Bereich für Berichtsdaten werden Datenquellen, Datasets, Parameter, Bilder sowie integrierte Felder angezeigt. Über das Dataset kann auf Abfrage-Designer zugegriffen werden.

Die Entwurfsoberfläche unterstützt umfangreichere Designmöglichkeiten. Lineale zeigen die aktuelle Position der Berichtselemente und sichtbare Ausrichtungslinien an, während Sie Elemente ziehen und deren Größe ändern.

Zu den weiteren Änderungen zählen einer neuer Bereich für die Gruppierung, in dem Gruppen für einen Tablix-Datenbereich ganz komfortabel erstellt werden können. Außerdem gibt es neue Eigenschaftendialogfelder, in denen Eigenschaften für Berichtselemente festgelegt werden können.

 

"Neuer Berichts-Generator 2.0"

Die neue Version von Microsoft SQL Server 2008 Berichts-Generator 2.0 bietet viele neue Features, z. B. verbessertes Datenlayout, Visualisierung und Textformatierung sowie bedarfsgesteuertes Rendering. Der Berichts-Generator 2.0 stützt sich auf Ihre Erfahrung mit Office 2007-Produkten durch eine Office-ähnliche Erstellungsumgebung. Sie können Berichte mit mehreren Datenbereichen erstellen, Daten aus mehreren Datenquellen für einen einzigen Bericht abrufen sowie relationale und mehrdimensionale Datenquellen direkt abfragen.

Sie haben die Möglichkeit, alle bestehenden Berichte anzupassen und zu aktualisieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie im Berichts-Designer oder in der vorherigen Version des Tools, dem Berichts-Generator 1.0, erstellt wurden, der mit SQL Server 2005 installiert wurde. Berichts-Generator 1.0 wird weiterhin zusammen mit Microsoft SQL Server 2008 installiert.

 

"Neue und verbesserte Berichtselemente und RDL-Elemente"

Die Report Definition Language (RDL) dient der Definition der Syntax für einen Reporting Services-Bericht. Zu den wichtigsten Änderungen in Bezug auf RDL in dieser Version zählt die Aufnahme von Tablix-, Diagramm- und Messgerätdatenbereichen, die im vorherigen Abschnitt erläutert werden. Diese Version bietet jedoch zudem inkrementelle Erweiterungen zur Unterstützung des neuen Berichtsverarbeitungsmodells und des neuen Berichtsrenderingmodells.

RDL-Seitenelemente  RDL-Seitenelemente wurden überarbeitet, um beim Exportieren von Berichten in unterschiedliche Renderer die konsistentere Steuerung von Seitenumbrüchen zu ermöglichen. Zu den neuen RDL-Elementen zählen PageSections, PageSection und PageBreak. Kopf- und Fußzeilen, Seitenränder, Spalten, Spaltenabstand, das InteractiveHeight-Element sowie das InteractiveWidth-Element stehen nun nicht mehr im übergeordneten Report-Element, sondern im übergeordneten Page-Element zur Verfügung. Ab dieser Version steht Unterstützung für KeepTogether und KeepWithGroup zur besseren Steuerung der Paginierung zur Verfügung.

Explizite NULL-Werte  Mithilfe des neuen Attributs xsi:nil=”true” können Sie unterscheiden, ob ein Element explizit NULL ist oder nicht angegeben.

Verarbeitungszeitvariablen  Sie können Variablen deklarieren, die im gesamten Bericht global sind oder für bestimmte Gruppenbereiche lokal. Mithilfe einer globalen Variable können Sie einen Ausdruck ein Mal berechnen und diesen Wert dann in Ausdrücken im gesamten Bericht verwenden. Das DeferVariableEvaluation-Element steuert, ob die Variable im Rahmen der bedarfsgesteuerten Verarbeitung des Berichts ausgewertet wird. Legen Sie diesen Wert nicht fest, wenn die Variable zeitabhängig ist.

Datentyp für Konstanten  Das Value-Element weist ein optionales DataType-Attribut auf, das den Datentyp des Werts angibt, wenn es sich hierbei um eine Konstante handelt. Wird DataType nicht angegeben, verwendet eine Konstant den String-Datentyp. DataType kann Boolean, DateTime, Integer, Float oder String lauten.

 

Neues bei der Programmierbarkeit des Berichtsservers

Neue Anpassungserweiterung für Berichtsdefinitionen  Reporting Services unterstützt eine neue Erweiterung des Berichtsprozessors, der integrierte Unterstützung zur Vorverarbeitung einer Berichtsdefinition bereitstellt. Die RDC-Erweiterung akzeptiert den Datenstrom einer Berichtsdefinition als Eingabe und gibt dann einen angepassten Datenstrom einer Berichtsdefinition als Ausgabe zurück. Anpassungen haben nur RDL als Bereich. Wenn die Berichtsdefinition eine Benutzeridentität, ein Gebietsschema oder eine Kultur angibt, können Sie das Berichtslayout oder die Abfrage auf der Grundlage der in RDL festgestellten Werte weiter anpassen. So könnten Sie z. B. das Layout ändern, wenn der Bericht in Französisch oder Arabisch gerendert werden soll.

Die RDC-Erweiterung ist ein hoch entwickeltes Programmierungsfeature für Entwickler, die Erfahrung in der Erstellung von Berichtsservererweiterungen haben und die wissen, wie sie programmgesteuert mit RDL arbeiten können.

In dieser Produktversion ist die RDC-Erweiterung ein einfacher Vorverarbeitungshook, mit dem Sie benutzerdefinierten Code, der die Berichtsdefinition vor der Verarbeitung des Berichts ändert, durch Plug-In hinzufügen können. Sie können Nicht-RDL-Quellen weder zum Durchführen einer Anpassung verwenden, noch können Sie damit steuern, an welcher Stelle der Anforderungspipeline die RDL-Anpassung stattfindet. Die Vorverarbeitung findet immer statt, bevor der Bericht an einem bestimmten Punkt in der Anforderungspipeline verarbeitet wird, wenn der Berichtsserver nach einer RDC-Erweiterung sucht.

Neue Berichtsservermethoden für ReportService2006-Klasse  Ein SQL Server 2008-Berichtsserver, der im integrierten SharePoint-Modus ausgeführt wird, bietet Unterstützung für datengesteuerte Abonnements und Auftragsverwaltung.

 

Neues beim Verarbeiten und Rendern von Berichten

Neue und verbesserte Renderingerweiterungen

Microsoft Word  Die neue Word-Renderingerweiterung rendert einen Bericht als Microsoft Word-Dokument, das mit Microsoft Office Word 2000 oder höher kompatibel ist.

Microsoft Excel  Die Excel-Renderingerweiterung unterstützt jetzt das Rendering von Unterberichten und geschachtelten Datenbereichen für Microsoft Office Excel.

Comma Separated Value (CSV)  Die CSV-Datenrenderingerweiterung erzeugt jetzt Inhalt, der nur Daten und keine Kombination aus Daten und Layout enthält. Durch das Entfernen der Layoutinformationen können die Daten leichter von anderen Anwendungen verwendet werden.

Neues Renderingobjektmodell  Diese Version verfügt nun über verbesserte Renderingerweiterungen, die eine bedarfsgesteuerte Berichtsverarbeitung und eine einheitlichere Paginierung bei den verschiedenen Renderern unterstützen. Wenn Sie in Ihrem Bericht einen Seitenumbruch festlegen, zeigen die überarbeiteten Renderingregeln für die Paginierung beim Anzeigen oder Exportieren des Berichts ein einheitlicheres Paginierungsverhalten.

Neue bedarfsgesteuerte Berichtsverarbeitung  Die bedarfsgesteuerte Verarbeitung ist eine Verarbeitungserweiterung, die jede Seite eines Berichts so rendert, wie sie angezeigt wird. Diese Erweiterung verbessert die Art und Weise, in der die Berichtsverarbeitung zur Laufzeit große Mengen an Berichtsdaten bearbeitet.