Besonderheiten beim XML-Einsatz

Durch Erfahrung in XML-Seminaren für unterschiedliche Zielgruppen bzw. über unterschiedliche Standards des W3C ließ sich immer wieder feststellen, dass Unternehmen bei ohnehin notwendigen Änderungen bei Datenübertragungen und Transformationen klassische Formate wie komma- bzw. trennzeichengetrennte Werte sowie per Protokoll definierte Daten nicht mehr einzusetzen wünschen. Während bei kommagetrennten Werten die mangelnde Flexibilität der Datenstrukturen und fehlende Hierarchisierung von Strukturen kritisiert wird, lassen sich Protokolle noch schwerer lesen als kommagetrennte Werte, obwohl sie je nach eigener Komplexität auch komplexe Datenstrukturen zulassen und kommagetrennten Werten regelmäßig überlegen sind.

Beide genannten Verfahren bieten natürlich den Vorteil, dass die übertragene Datenmenge weitestgehend mit der informationstragenden Datenmenge übereinstimmt. Dies ist bei XML überhaupt nicht der Fall. Bei kleinen Textknoten kann sogar der Fall eintreten, dass die informationstragende Datenmenge kleiner wird als die Daten, welche für die Beschreibung der Daten zur Verfügung steht. Die Bedeutung dieses Nachteils verschwindet bei steigenden Bandbreiten und Übertragungsgeschwindigkeiten allerdings zusehends und lässt dagegen Raum für die Vorteile von XML, welche durch andere Formate bisher nicht erreicht wurden:

  • Lesbarkeit des Dokuments mit einfachem Texteditor und dabei hohe Verständlichkeit des Quelltextes durch integrierte Beschreibung
  • Validierung von Strukturen und Werten
  • Transformationsmöglichkeiten über verschiedene Standardwerkzeuge wie SAX, DOM und natürlich XSLT
  • Individualisierung der Datenstrukturen
  • Einfachheit der Grundtechnologie