Dabei lässt sich das Konzept, das der Arbeitsplanung zu Grunde liegt, von denen der Arbeitssteuerung dadurch unterscheiden, dass die Arbeitsplanung sich auf die inhaltliche Ausgestaltung der Einzelprozesse in der Fertigung bezieht, die für die Abwicklung von Aufträgen notwendig sind. Die Arbeitssteuerung, um die es hier geht, konzentriert sich jedoch darauf, unter welchen zeitlichen Bedingungen und zu welchen logistischen Zielgrößen die Teilprozesse geordnet und durchgeführt werden und wie sie dabei Produktionsfaktoren beanspruchen. Dieser Artikel stellt die Aufgaben von PPS-Systemen im Allgemeinen dar.
Die Ziele der Produktionsplanung und Steuerung umfassen die Kernziele eines Produktionsunternehmens. Dazu gehören die Einhaltung von Terminen, die Erreichung von hohen und gleichmäßigen Kapazitätsauslastungen, die Erreichung kurzer Durchlaufzeiten, die Verringerung von Lager- und Werkstattbeständen sowie eine allgemein hohe Flexibilität.

Ablauf und Funktionsweise der Produktionsplanungs- und steuerung (PPS)
Im Bereich der Produktionsprogrammplanung legt man innerhalb eines definierten Planungszeitraums fest, wie die Erzeugnisse, die im Unternehmen hergestellt werden sollen, von ihrer Art her beschaffen und wann sie zu welchen Mengen produziert werden sollen. Diese Festlegung erfolgt unter Berücksichtigung von Annahmen darüber, wie der Absatz der Produkte gesichert und unterstützt bzw. tatsächlich realisiert werden kann. Dabei teilt sich die Gesamtmenge der Produkte im Normalfall in zwei grundlegende Bereiche auf: Zum einen stellt man verkaufsfähige Erzeugnisse her, für die in jedem Fall schon Abnehmer garantiert oder mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden können. Zum anderen werden allerdings auch Produkte für einen anonymen Markt hergestellt, über den nur Vergleichsinformationen aus der Vergangenheit des eigenen Produktverkaufs, allgemeine Marktinformationen mit Daten von Konkurrenzprodukten oder in Marktstudien ermittelten wahrscheinlichen Bedarfen vorliegen.
Die Produktionsprogrammplanung lässt sich in drei Schritten beschreiben:
Nachdem das Produktionsprogramm grundlegend feststeht, benötigt man nun eine mittelfristige Planung des Produktionsbedarfs. Sie soll die mittelfristig erforderlichen Ressourcen erfassen und ihre Beschaffung planen. Hier sind wiederum eine Reihe von Aufgaben durchzuführen.
Nachdem der Produktionsbedarf geplant ist, können die Fertigungsaufträge gebildet werden, wobei hier schon die Verfügbarkeit der Ressourcen aufgrund der vorherigen Planung gesichert ist. Die verschiedenen Fertigungsaufträge umfasse eine Reihe von Arbeitsgängen, welche in den Fertigungsbereichen tatsächlich umgesetzt werden sollen. Dazu sind die nachfolgenden Aufgaben notwendig.
Neben dem Eigenfertigungsprogramm besteht das Beschaffungsprogramm auch noch aus einem Fremdbezugsprogramm. Dieses legt fest, welcher Teil der benötigten Teile, Baugruppen oder sonstigen Erzeugnisse mengenmäßig und zeitlich bei anderen Unternehmen zu beschaffen sind. Je geringer die eigene Fertigungstiefe ist, desto höher ist die Bedeutung dieser Fremdbezugsplanung. Sie besteht aus folgenden Aufgaben:
Dieser Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über die verschiedenen Querschnittsaufgaben der Produktionsplanung und –steuerung. Sie fallen mit wechselnder Bedeutung in den anderen Bereichen ebenfalls an.
Die Auftragskoordination versucht, die Aktivitäten der verschiedenen Bereiche eines Unternehmens, die an der Abwicklung von Aufträgen beteiligt sind, zu synchronisieren. Dies soll im Wesentlichen die Transparenz der gesamten Auftragsabwicklung erhöhen, was durch eine prozessorientierte und bereichsübergreifende Grobplanung und Überprüfung erreicht werden soll. Eine Teilaufgabe dieser Synchronisation besteht auch in der Konfliktlösung oder der Konfliktvermeidung zwischen verschiedenen Bereichen.
Zu den einzelnen Aufgaben gehören:
Das PPS-Controlling liefert verschiedene Informationen für die Planerstellung, Koordination und Kontrolle der Produktion.
Im Rahmen des Lagerwesens sollen die verschiedenen Lagergüter auf Basis einer Reihe von Optimierungsverfahren auf Lagerplätze verteilt werden. Dies umfasst die folgenden Aufgaben:

Gliederung und Aufgaben der Produktionsplanung und -steuerung (PPS)
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